Das pflanzliche Individuum fungiert als zentrale Betrachtungsebene im SFB 607. Die auf dieser Ebene einwirkenden Faktorenregime werden in ihrer Auswirkung auf die übrigen biologischen Organisationsebenen in zwei Richtungen verfolgt:
1. nach „unten“ : Das Verhalten des pflanzlichen Individuums als Wirkungsgefüge der Prozesse auf den untergeordneten Ebenen ' Organ' und 'Zelle' (inkl. der molekulargenetischen Ebene) wird hinsichtlich zugrundeliegender Mechanismen analysiert und auf Optimierungsprinzipien der Ressourcenverteilung geprüft
(s. Kap. "Konzept") Arbeitsfelder sind Ökophysiologie/ Allometrie, Phytopathologie, Rhizosphärenökologie/ Mykorrhiza, Physiologie/Biochemie, Molekularbiologie/ Genetik sowie prozeßgestützte Modellierung des pflanzen-internen Allokationsgeschehens.
2. nach „oben“ : Das pflanzliche Individuum bildet die Grundeinheit für die mechanistische Deutung der Stoffflüsse auf der übergeordneten „ Bestandsebene “. Arbeitsfelder sind Ökophysiologie/Allometrie, Phytopathologie, Bodenökologie , Grünlandlehre, Bestandesklimatologie, Waldwachstumskunde, Forstgenetik sowie Modellierung des Interaktionsgeschehens zwischen Pflanzen im Wettbewerb um Ressourcen unter Gewichtung pflanzen-interner gegenüber -externer Prozesse.
- Die mechanistische Deutung des Verhaltens des pflanzlichen Individuums als Wirkungsgefüge der Prozesse auf den untergeordneten Ebenen 'Organ' und 'Zelle' wird hinsichtlich der Prüfung von Optimierungsprinzipien (s. Kap. "Konzept") fortgeführt werden. Wesentliche Arbeitsbereiche bilden Phänologie /Morphologie, ökophysiologie/Allometrie, Rhizosphärenökologie/Mykorrhiza, Physiologie/Biochemie, Molekularbiologie/Genetik und Phytopathologie/Entomologie sowie insbesondere die Modellierung pflanzeninterner Prozesse.
- Das pflanzliche Individuum bildet die Grundeinheit für die Deutung der Stoffflüsse auf der übergeordneten Ebene 'Bestand'. Die wichtigsten Disziplinen sind hier ökophysiologie/Allometrie, Physiologie/Biochemie, Phytopathologie/Entomologie, Forstgenetik, Bodenökologie (inkl. Rhizosphäre), Bestandesklimatologie, Waldwachstumslehre/Waldbau und Modellierung.
Phase IV wird im Rahmen der SFB-Konzept übergreifenden Datenanalyse die Synthese in Richtung Systembetrachtung durch räumlich-zeitliches 'Scaling' (cf. Fig. 3) und Modellierung vollenden. Angestrebt ist die Integration biochemisch/ molekularbiologischer Befunde in einen ökophysiolo-gischen Kontext.
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