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Wachstum und Parasitenabwehr -

Wettbewerb um Ressourcen
in Nutzpflanzen
aus Land- und Forstwirtschaft
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Wissenschaftliche Bedeutung
Verwandte SFBs im Bereich der biologischen Grundlagenforschung
Im Antragsband zur Phase I wurden die Zielsetzungen früherer SFBs hinsichtlich ihrer Relevanz oder Wegbereiterfunktion für den hier zu verlängernden SFB 607 skizziert. Die folgende Zusammenstellung beschränkt sich auf derzeit begleitende SFBs mit verwandter Themenstellung.

SFB 251
(Universität Würzburg, Sprecher Riederer; 1989-2000)
'Ökologie, Physiologie und Biochemie pflanzlicher und tierischer Leistung unter Streß':
Im Zentrum steht die Anpassung nicht nur von Pflanzen, sondern auch Tieren an Streß. Die deutlich ökophysiologisch individuen-bezogene Orientierung schließt die Analyse molekularer Anpassungsmechanismen und deren Einbindung in ökosystemare Prozesse ein, letztere werden aus den Interaktionen tierischer und pflanzlicher Partner gedeutet. Die integrierende Rolle sekundärer Pflanzenstoffe für Streßanpassungen im Pflanzen- und Tierreich wird geprüft. Der SFB wurde Ende 2000 beendet.

SFB 199
(Universität Darmstadt, Sprecher Lüttge; seit 1993)
'Molekulare ökophysiologie der Pflanzen: Stofferwerb, Membrantransport und Regulation des Stoffverbrauchs':
Pflanzliche Anpassungen am natürlichen Standort sollen bis auf die molekulare Ebene verfolgt werden, der ökologische Wert der molekularen Mechanismen wird unter natürlichen Bedingungen und anthropogenem Streß geprüft. Streßphysiologische Situationen bilden einen Schwerpunkt in ihrer Auswirkung auf die Source-Sink-Beziehungen der Stoffverteilung und die Integrität der Membranfunktionen in der Pflanze.

SFB 369
(Universität München, Sprecher Kahmann, seit 1994)
'Molekulare und bioorganische Grundlagen des Sekundärstoffwechsels':
Biosynthese, deren Regulation und Signalfunktion von Pilz- und Pflanzeninhaltsstoffen werden hinsichtlich ihrer Rolle im Stoffwechsel untersucht. Die Strukturaufklärung der Metabolite durch verbesserte NMR-Methoden und Rechenverfahren wird vorangetrieben. Langfristige Ziele sind Herstellung therapeutisch wirksamer Moleküle, Aufklärung neuartiger Reaktionsmechanismen und gezielte Eingriffe in Sekundärstoffwechsel.

SFB 395
(Universität Marburg, Sprecher Klein, seit 1996)
'Interaktion, Anpassung und katalytische Fähigkeiten von Bodenmikroorganismen':
Untersucht wird der Einfluß der fluktuierenden Lebensbedingungen im Boden auf die Katalyse bekannter, biochemischer Reaktionen, die in entsprechenden Mikroorganismen nach spezifisch angepaßten Mechanismen ablaufen müssen. Letztere gilt es zu klären, hinsichtlich überlebensstrategien, organismischer Wechselwirkungen und lebensraumtypischer, katalytischer Besonderheiten.

SFB 429
(Humboldt-Universität Berlin, Sprecher Börner, seit 1999)
'Molekulare Physiologie, Energetik und Regulation primärer pflanzlicher Stoffwechselprozesse':
Im Zentrum steht die Klärung bislang unbekannter Proteine im Primärstoffwechsel sowie die Regulation und Vernetzung von Stoffwechselwegen auf genetischer und epigenetischer Ebene, einschließlich der Auswirkungen auf die pflanzliche Ontogenese. Von Interesse ist die Doppelfunktion von Metaboliten als Substrat, Produkt von Prozeßabläufen oder Komponente von Signaltransduktionsketten. Integriert sind Aspekte von Transport und Speicherung.

SFB 567
(Universität Würzburg, Sprecher Riederer, Beginn 2001) 'Mechanismen der interspezifischen Interaktion von Organismen'
. Das Konzept ist fokussiert auf die Wirt/Parasit-Interaktion in Pflanzen und weitere Wechselbeziehungen zwischen Pflanzen oder Tieren mit Mikroorganismen. Im Zentrum steht die Klärung ausgewählter, molekularer und cytogenetischer (biochemischer und cuticulärer) Mechanismen dieser Interaktionen. Abweichend vom SFB 607 erfolgen keine integrierende Einbindung der diversen Mechanismen in das Stoffwechselgeschehen der gesamten Pflanze oder Prozeßskalierungen zur Bestandsebene, auch bilden inhärente Bezüge zum pflanzlichen Konkurrenzverhalten und zur intraspezifischen Interaktion keinen Untersuchungsgegenstand.

Es ist offensichtlich, dass der SFB 607 wissenschaftliche Aspekte der genannten Forschungsprogramme tangiert. Er unterscheidet sich von den obigen SFBs aber in seiner expliziten Konzentration auf die pflanzliche Regulation der externen wie internen Ressourcenverteilung im Spannungsfeld der Existenzsicherung gegenüber Parasiten und standörtlichen Konkurrenten. Hierbei werden ökophysiologische, biochemische und molekularbiologische Ansätze integriert mit solchen aus dem angewandten Bereich der Forst- und Agrarwissenschaften. Somit wird die Abgrenzung in der Zielsetzung gegenüber den anderen Programmen deutlich erkennbar. Auch sind die Klärung der Streßphysiologie nicht das zentrale Anliegen oder die Analyse von Schädigungen (etwa in den Forstpflanzen), vielmehr interessiert die Klärung grundlegender Mechanismen der Ressourcenverteilung. Letztere werden durch fördernde, aber auch limitierende Einflüsse offengelegt. Entscheidend ist jedoch, dass ausschließlich Nutzpflanzen und ihre Bestände im Zentrum des Interesses stehen, ausgewählt nach einem breiten Spektrum ökonomisch relevanter, pflanzlicher Lebensformen und Altersstadien. übergeordnetes Ziel ist die qualitative und quantitative Klärung des Ausmaßes an übereinstimmung zwischen verschiedenen Nutzpflanzensystemen hinsichtlich der die Ressourcenregulation bestimmenden, integrierenden Mechanismen.

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