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Wachstum und Parasitenabwehr -

Wettbewerb um Ressourcen
in Nutzpflanzen
aus Land- und Forstwirtschaft
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Wissenschaftliche Bedeutung
Schwerpunktprogramme der DFG und anderer Institutionen
Schwerpunkteprogramme der DFG von Belang für SFB 607:

'Stoffwechsel und Wachstum der Pflanzen unter erhöhter CO2-Konzentration' (Koordinator Stitt, Heidelberg; seit 1994). Unter dem Aspekt der steigenden CO2-Belastung der Atmosphäre sollen grundlegende Regulationsmechanismen ('source-sink' Beziehungen, Holzbildung, Wasserhaushalt) zur Verbesserung von Photosynthese- und Wachstumsmodellen analysiert werden. Die Fokussierung liegt bei molekularbiologischen in Kombination mit biochemisch/physiologischen Ansätzen. Im Gegensatz zur 'Global-Change' Ausrichtung verwendet der SFB 607 CO2 als 'analytisches Werkzeug' zusammen mit anderen abiotischen Faktoren, um 'Konflikt-Situationen' in der Stoffallokation bei der Analyse biotischer Interaktionen zu generieren.

'Mechanismen der Interaktion im System Pflanze, Schaderreger und Nutzorganismen' (Koordinator Schönbeck, Hannover; seit 1992). Behandelt antagonistische Wechselwirkungen zwischen Wirten und Parasiten, bei denen induzierte Resistenz im Vordergrund steht. Im Gegensatz zum SFB 607, bei dem abiotische Faktoren das Resistenzverhalten beeinflussen und die Konkurrenz zwischen Höheren Pflanzen einen breiten Raum einnimmt, werden Nutzorganismen im Sinne des biologischen Pflanzenschutzes bevorzugt untersucht. Anknüpfungspunkte bestehen zu Teilaspekten des SFB 607, der jedoch insgesamt in Zielsetzungen und Untersuchungsebenen abweicht.

Weitere Forschungsprogramme:

Bayreuther Institut für terrestrische ökosystemforschung (BITÖK):
Schwerpunkt bei Erforschung von Prozessen im Stickstoff-, Schwefel- und Wasserhaushalt gesamter Waldökosysteme, Frage nach Stabilität, Belastbarkeit und Vorhersagbarkeit des ökosystemverhaltens unter sich ändernden Umweltbedingungen. Die umfassende ökosystemanalyse unterscheidet sich von den Zielen des SFB 607, wobei Teilaspekte des Kohlenstoff-, Wasser- und Nährstoffhaushaltes Bezüge bieten.

Forschungszentrum Waldökosysteme der Universität Göttingen:
Analyse der Strukturdynamik und Stoffumsätze von Waldökosystemen sowie deren Stoffaustausche mit der Umgebung (Deposition von Luftverunreinigungen, Auswirkung auf Bewirtschaftung, Anpassungsfähigkeit der Wälder an Umweltveränderungen, Belastungsgrenzen, Aspekt 'neuartige Waldschäden', ökonomische Bewertung). Hinsichtlich ökosystemanalyse, immissionsökologischer Orientierung sowie ökonomischen Aspekten besteht Unterschied zu SFB 607.

Forschungsverbund Agrarökosysteme München (FAM):
Auswirkungen von Produktionsverfahren auf Umwelt im Projekt 'Erfassung, Prognose und Bewertung nutzungsbedingter Veränderungen in Agrarökosystemen und ihrer Umwelt' (Versuchsgut Scheyern bei Freising). Klärung des Einflusses von Landnutzungssystemen im Agrarökosystem, Erarbeitung von Indikatoren für Prognoseverfahren und Landnutzungsmodelle zur Sicherung nachhaltiger Produktion. Die Ausrichtung auf Landnutzungssysteme stellt den wesentlichen Unterschied zum SFB 607 dar.

Des weiteren:

Internationales TMR-Projekt der EU
'Symbiosis and defence in the interaction of plants with microorganisms' (Koordinator Werner, Marburg) verbindet Mikrobiologie, Botanik, Zellbiologie sowie molekulare Genetik und Phytopathologie zur Klärung molekularer Mechanismen symbiotischer und parasitischer Beziehungen hauptsächlich in Leguminosen. Teilaspekte des Projektes bieten Anknüpfungspunkte für SFB 607.

Max-Planck-Institute of Chemical Ecology in Jena, Arbeitsgruppe.
'Plant Biochemistry and Molecular Biology' (Leitung Prof. Dr. J. Gershenzon): Untersucht wird die Auswirkung hauptsächlich des Befalls herbivorer Insekten auf den Sekundärstoffwechsel von Zea mays, Arabidopsis thaliana, Gossypium hirsutum und Picea abies. Der Untersuchungsschwerpunkt liegt auf der molekulargenetischen Regulation der Terpenoid- und Glucosinolat-Produktion in der pflanzlichen Abwehr und der biochemischen Bewertung zugeordneter Gene mittels transgener Pflanzen. Im Gegensatz zum SFB 607, der sich hauptsächlich mit Pathogenwirkungen beschäftigt, fehlen die praxisorientierte Anbindung an das Allokationsgeschehen und das Konkurrenzverhalten auf den übergeordneten, pflanzlichen Organisationsebenen (Organ, Gesamt-Pflanze, Bestand) und die experimentellen, ökophysiologischen sowie agrar- und forstwissenschaftlichen Standortsbezüge. Mit der Kopplung der molekularbiologischen und ökophysiologischen Betrachtungsebene erfüllt der SFB 607 zentrale Forderungen des gegenwärtig für die angewandte Biologie diskutierten Forschungsbedarfes.


Der SFB 607 stellt nach wie vor ein Novum dar, als erstmals Arbeitsgruppen der forst- und landwirtschaftlichen Forschung sowie der biologischen Grundlagenforschung gemeinsam eine verbindende biologisch/ökologische Fragestellung bearbeiten. Diese Kombination ist einmalig für die Belange Mitteleuropas und - nach dem Kenntnisstand der Antragsteller - in entsprechenden Großprojekten auch weltweit bislang nicht verwirklicht.



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