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Projekt B 9 
Einführung
B9 geht von folgender Hypothese aus:

Verändern sich Metabolite der Pflanzen unter den verschiedenen Versuchsregimen (erhöhtes bzw. ambientes O3 und CO2), so werden sich diese Änderungen durch eine veränderte Exudatzusammensetzung im Wurzelraum bemerkbar machen. Dies wiederum beeinflusst Strukturen und Funktionen mikrobieller Populationen.

Unser Zielkompartiment im System Boden-Pflanzenwurzel ist daher die "Mykorrhizosphäre", die den Bereich der Ektomykorrhizen zusammen mit dem sie umgebenden Boden, den Bodenmikroorganismen und mykorrhiza-assoziierten Mikroorganismen umfasst. Die Mykorrhizosphäre zeichnet sich durch hohe mikrobielle Aktivitäten und Stoffumsätze aus, da durch Wurzelexsudate leicht verfügbare Kohlenstoff- und Stickstoffverbindungen von der Pflanze abgegeben werden. Die von verschiedenen Pilzpartnern gebildeten Ektomykorrhizen sind an der Nährstoffaufnahme in die Pflanze beteiligt, können der Pathogenabwehr dienen und schaffen zusätzlich spezifische Bedingungen für andere Mikroorganismen.

Phase 1 setzte Schwerpunkte in der Untersuchung mikrobieller Populationen in der Mykorrhizosphäre. Dabei wurden spezifische Nachweismethoden für Mikroorganismen entwickelt.

In Phase 2 wurden die Auswirkungen von variierten Bedingungen in der Mykorrhizosphäre auf mikrobielle Funktionen untersucht. Der Schwerpunkt sind hierbei Untersuchungen der enzymatischen Aktivitäten in der Mykorrhizosphäre.

In Phase 3 werden Funktionen in der Mykorrhizosphäre untersucht und dabei spezifische Einflüsse verschiedener Mykorrhizapilzpartner auf Stoffflüsse und Enyzmaktivitäten berücksichtigt. Ein Fokus ist dabei die Charakterisierung von Enzymen, die eine Rolle in Nährstoffkreisläufen spielen.