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Wachstum und Parasitenabwehr -

Wettbewerb um Ressourcen
in Nutzpflanzen
aus Land- und Forstwirtschaft
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Projekt B 10 
Phase III
Verfügbarkeit, Verteilung und Nutzung von Nährstoffen bei Buche und Fichte in Abhängigkeit von Ozonbelastung,  Mykorrhizierung und Pathogenbefall

Im Zentrum des Projekts steht die Frage, wie sich Konkurrenzsituationen, Wurzelpathogenbefall, Mykorrhizierung und verschiedene abiotische Umwelteinflüsse (erhöhte CO2- u. O3-Konzentrationen, vermehrtes N-Angebot) auf den Nährstoffhaushalt von Buche und Fichte in Rein- und Mischkultur auswirken. Wir möchten überprüfen, inwieweit unterirdische Raumbesetzung (Wurzelentwicklung, Mykorrhizierung), Nährstoffverfügbarkeit in der Rhizosphäre, Nährstoffakkumulation und -verteilung in der Biomasse sowie Effizienz der Nährstoffnutzung die Leistungsfähigkeit der Baumarten im Rahmen des Konkurrenz- und Abwehrverhaltens beeinflussen.

Ergänzend zu den bisherigen Untersuchungen zum artspezifischen pflanzeninternen Nährstoffhaushalt und Konkurrenzverhalten  von jungen Fichten  und Buchen (Rhizotron- und Phytothronversuche) werden in Phase II schwerpunktsmäßig Erhebungen an Altbäumen im Kranzberger Forst durchgeführt. Wir interessieren uns aufgrund der bisherigen SFB-Erfahrungen vor allem für die  Nährstoffakkumulation und -verteilung in der oberirdischen Biomasse und die nährstoffbezogene Effizienz der Kronenraumbesetzung. Ein Vergleich von konkurrierenden alten Buchen und Fichten hinsichtlich der Effizienzen der Raumbesetzung pro investierter Nährstoffmenge hat noch nie stattgefunden (keine Literaturvergleichswerte). Unsere Studien korrespondieren mit den auf die Ressourcen Kohlenstoff und Wasser ausgerichteten Effizienzanalysen des Teilprojekts B4. In Zusammenarbeit mit der Arbeitsgruppe B1 werden Vollbaumernten mit der Erhebung allometrischer und raumbezogener Daten sowie sehr detaillierte Nährstoffanalysen an allen oberirdischen Biomassefraktionen in zahlreichen Baumpositionen (pro Buche ca. 180, pro Fichte ca. 280 Einzelproben; insges. ca. 1800 Analysen) durchgeführt. In die Untersuchung werden Fichten mit Rotfäule einbezogen, um eine grobe Abschätzung der nährstoffbezogenen Kosten der Pathogenabwehr zu ermöglichen. Zur Abschätzung von Nährstoffumsatzgrößen wollen wir auch Streuproben nährstoffanalytisch untersuchen. Die umfangreichen Daten der Vollbaumernte sollen in die Bestandesmodellierung (Teilprojekt C 3) einfließen. Durch Vergleich des Begasungsversuchs im Kranzberger Forst (TP B4) mit den Phytothronversuchen (TP B5) und dem Lysimeterexperiment (TP B12) wäre die Arbeitshypothese zu prüfen, dass Ozonbegasung auch bei Altbuchen  zu einer Umverteilung des Stickstoffs zugunsten von Johannistrieben und verholzten Achsen sowie zu einem Rückgang der N-bezogenen Effizienz der Kronenraumbesetzung führt. Nach erfolgreicher Methodenetablierung in der Phase II planen wir auch wiederholte Mikroanalysen von anorganischen Nährstoffionen, Mineralstoff-Gesamtkonzentrationen und DOC/DON-Gehalten in Xylem- und Phloemsäften; wir erwarten wichtige Aussagen zur Ozonwirkung auf die jahreszeitlich variierende Nährstoffallokation in Buchen und Fichten (Zusammenarbeit mit dem assoziierten Projekt von RENNENBERG).   


Alle Untersuchungen erfolgen in enger Kooperation mit anderen SFB-Arbeitsgruppen.