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Kraut- und Knollenfäule ist die weltweit am bedeutendste Mykose der Kartoffel. Sie wird durch das Pathogen Phytophthora infestans verursacht.
Zu den typischen Symptomen zählen braune Läsionen an den Blättern, auf deren Unterseite ein weißer Pilzrasen auftritt. Infizierte Knollen weisen bräunliche Flecken auf, die sich im weiteren Krankheitsverlauf verhärten und leicht einsinken.
Infektionen haben ihren Ursprung in infizierten Knollen. Das Mycel wächst in den Sprossen und tritt in Form von Sporangien durch die Stomata aus. Innerhalb von nur vier Tagen können neue Sporangien gebildet werden, die somit zu einer Vielzahl von asexuellen Generationen und Neuinfektionen innerhalb einer Vegetationsperiode führen. Für die sexuelle Vermehrung benötigt der Pilz zwei Paarungstypen, die mittlerweile in fast allen Ländern auftreten. Dadurch hat die Variabilität von Phytophthora infestans stark zugenommen. Es existieren keine Isolate mehr, die nur eine kleine Zahl an definierten Virulenzen tragen. Damit lassen sich spezifische R-Gen vermittelte Resistenzreaktionen der Kartoffel anhand einer Phytophthora infestans Infektion nicht mehr untersuchen. In der Kartoffelzüchtung wird deswegen auf dauerhafte Feldresistenzen gegenüber Phytophthora infestans selektiert.
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